Unter dem Regenbogen

 

- Die Regenbogenflagge    (nach dem Alyson Almanach)
- Die Regenbogenflagge    (nach The Rainbow Flag von Steven W. Anderson, erschienen im  GAZE Magazine (Minneapolis), #191, 28. Mai 1993, Seite 25: )

- Die Bedeutung der Regenbogenfarben

- der Hankycode (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

- Signalcodes des Hankycodes (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
- Geschichte des Hankycodes (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
- Mögliche Verwirrungen (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
- Alternativen (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
- Tabellenauszug Farbbeispiele (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
- kulturelle Erwähnung (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

 

weitere Flaggenkombinationen unter dem Regenbogen

- bisexuelle Flagge
- transgender Flagge
- genderqueer-Flagge

 

 

Die Regenbogenflagge (nach Alyson Almanach)

1978 entwarf Gilbert Baker in San Francisco eine Flagge mit 6 Streifen in den Farben des Regenbogens, die den Stolz der schwul-lesbischen Community symbolisieren sollte. Allmählich gewann die Flagge an Popularität und bot eine optische und farbenfrohe Alternative zu dem bisher geläufigen pinkfarbenen Dreieck. Mittlerweile wird die Regenbogenflagge vom Internationalen Kongress der Flaggenhersteller (International Congress of Flag Makers) anerkannt und weltweit auf Schwulen- und Lesbenparaden geschwenkt. 1989 erlangte die Regenbogenflagge in den USA landesweit Aufmerksamkeit, nachdem John Stout erfolgreich seine Vermieter in West Hollywood verklagt hatte, als diese ihm verboten, die Flagge von seinem Balkon aus zu hissen. Baker lebt heute immer noch in San Francisco und stellt nach wie vor Regenbogenflaggen her. (Stand Dez. 1995)

 

Die Regenbogenflagge (nach The Rainbow Flag von Steven W. Anderson, erschienen im GAZE Magazine (Minneapolis), #191, 28. Mai 1993, Seite 25:)

Zum Ausdruck unseres Stolzes spielten Farben schon lange eine wichtige Rolle in der Gay-Community. Im viktorianischen England zum Beispiel wurde die Farbe Grün mit Homosexualität in Verbindung gebracht. Die Farbe Lila - oder, um genauer zu sein lavender, wurde in den späten 60ern ein Symbol des Stolzes: »Purple Power« war ein geläufiges Schlagwort der schwulen Gemeinde. Und dann gibt es natürlich noch das pinkfarbene Dreieck.

Da es zuerst im Dritten Reich dazu benutzt wurde, Schwule in den Konzentrationslagern zu kennzeichnen, wurde das Dreieck erst in den frühen 80ern als poppiges Schwulenzeichen populär. Unsere farbenprächtigstes Symbol ist jedoch die Regenbogenflagge. Ihre Farben - Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Lila - stellen die Vielfältigkeit unserer Community dar.

Die erste Regenbogenflagge wurde 1978 von Gilbert Baker, einem Künstler aus San Francisco, entworfen. Er folgte damit dem Aufruf eines in San Francisco lebenden Aktivisten nach einem Symbol für die Gay-Community. (Dies geschah bevor das pinkfarbene Dreieck als Symbol des Stolzes populär wurde) Inspiriert durch die 5 Streifen der »Flagge der Rassen«, entwarf Baker eine Flagge mit 8 Streifen: pink, rot, orange, gelb, grün, blau, indigo und lila.

Baker zufolge stellen die obengenannten Farben der Reihenfolge entsprechend die Sexualität, das Leben, die Heilung, die Sonne, die Natur, die Kunst, die Harmonie und die Seele dar. Baker färbte und nähte das Material für die erste Flagge noch selber - ganz im Geist von Beby Ross.

Baker wandte sich schon bald an die in San Francisco ansässige »Paramount Flag Company«, um mit der Massenproduktion und den Verkauf seiner »gay flag« beginnen zu können. Unglücklicherweise war das von Baker selbst gefärbte grelle Pink industriell nicht herstellbar, so dass eine Massenproduktion der 8-streifigen Flagge unmöglich war. Daher musste sie nun auf nur 7 Streifen reduziert werden.

Als im November 1978 Harvey Milk, der erste offen schwule Inspektor der Stadt (engl. Supervisor), einem Attentat zum Opfer fiel, war San Franciscos Gay Community am Boden zerstört. In dem Wunsch, die Stärke und Solidarität der Gay Community nach dem Anschlag zu demonstrieren, entschloss sich das Pride Parade Committee 1978, Barkers Flagge zu benutzen. Das Komitee entfernte den indigoblauen Streifen, um die Farben gleichmäßig entlang der Paraden-Route aufteilen zu können: Drei Farben auf jeder Straßenseite.

Diese 6-streifige Version der Flagge wurde immer populärer und wird heute sogar vom »International Congress of Flag Makers« anerkannt.

In San Francisco sieht man die Regenbogenflagge während des Pride Month überall: Sie hängt in der ganzen Stadt aus Apartmentfenstern (besonders im Castro Distrikt), in Bars und an den Laternenpfählen der Market Street, der Hauptstraße von San Francisco. Wenn man diese Stadt besucht, kann man beim Anblick der allgegenwärtigen Regenbogenflagge nicht umhin, einen enormen Stolz zu entwickeln.

Obwohl die Regenbogenflagge anfänglich nur in San Francisco als Symbol des Stolzes verwendet wurde, sieht man sie in letzter Zeit immer häufiger auch in anderen Städten, wie z.B. New York, West Hollywood und Amsterdam. Auch in deren Partnerstädten erlangt die Flagge eine stetig größer werdende Popularität.

Die Regenbogenflagge erinnert uns daran, dass wir eine vielschichtige Gemeinde sind, die sich aus den verschiedensten Leuten zusammensetzt, auf die wir alle stolz sein sollten.

 

Die Bedeutung der Regenbogenfarben

8 streifige Fahne

Pink - Sexualität                        
Rot - das Leben  
Orange - die Heilung
Gelb - die Sonne
Grün - die Natur
Blau - die Kunst
Indigo - die Harmonie
Lila - die Seele/Geist

 

6 streifige Fahne

Rot - das Leben
Orange - die Heilung
Gelb - die Sonne
Grün - die Natur         
Blau - die Kunst
Lila - die Seele/Geist

 

Der Hankycode (nach Wikipedia, freie Enzyklopädie)

Der Hanky Code (auch Hankie Code[1] von engl. hanky = (in US: kindliche)[1] Kurzform von Handkerchief = Taschentuch; daher manchmal auch Taschentuch-Code[2]; im Englischen auch bezeichnet als Handkerchief code,[3] bandana code = Halstuch-Code,[4] Flag = Flagge[5] oder flagging = „Flagge zeigen“[5]) ist ein semiotischer Code,[6] der für Eingeweihte die Möglichkeit schafft, sexuelle Vorlieben und gewünschte Sexualpraktiken unaufdringlich durch das Tragen verschiedenfarbiger Taschen- oder Halstücher anzuzeigen. Er wurde üblicherweise von gezielt nach Sexpartnern suchenden schwulen Männern und von BDSM-Praktizierenden in den Lederszenen Angloamerikas und Europas verwendet. Durch die größere gesellschaftliche Akzeptanz Schwuler, aber auch die gesteigerte Bedeutung von Online-Datingseiten, ist seine Bedeutung jedoch stark zurückgegangen.


Signalcodes des Hankycodes (nach Wikipedia, freie Enzyklopädie)

Zumeist wird ein in der linken Gesäßtasche getragenes Taschentuch (auf der Seite des Herzens) als Signal dafür gesehen, dass der Träger aktiv sein möchte („Top“ bzw. „jener, der penetriert“). Umgekehrt signalisiert das rechts getragene Taschentuch den Wunsch, passiv zu sein („Bottom“ bzw. „der Penetrierte“ zu sein). Um den Hals getragen kennzeichnet das Tuch den Träger als „nicht festgelegt“; sowohl aktive als auch passive sexuelle Kontakte sind möglich und erwünscht. Bei (BDSM- oder Leder-)Lesben[7] gilt der Signalcode gleichwertig für andere Orte des Tragens – wie zum Beispiel Handtaschen, Brusttäschchen etc.

 

Geschichte (nach Wikipedia, freie Enzyklopädie)

Das Tragen von farbigen Halstüchern war Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts im Wilden Westen bei CowboysLokführern und Bergmännern üblich. Im San Francisco nach dem Kalifornischen Goldrauschwaren Frauen rar, und Männer tanzten miteinander beim Square Dance. Um die Rollen auseinanderzuhalten entwickelte sich ein Code, bei dem die Tänzer in der männlichen Rolle blaue Halstücher am Arm, am Gürtel oder in der hinteren Hosentasche der Jeans trugen und Tänzer in der weiblichen Rolle rote Halstücher.[8] (Wobei blau nach farbhistorischer Darstellung eigentlich erst nach dem Ersten Weltkrieg um 1920 zur Farbe der Männer wurde.[9]) Andere berichten von am rechten oder am linken Arm getragenen Halstüchern.[10] Die volkstümliche Überlieferung der schwul-lesbischen Gemeinde von San Francisco sieht dies als möglichen Ursprung des Hanky Codes.[8][10][11]

Zur selben Zeit kam in Bayern und Österreich das Dirndl auf. Laut Medienberichten symbolisiert die Schleife, mit welcher die dazugehörige Schürze gebunden wird, den Beziehungsstatus der Trägerin. Auf der rechten Seite gebunden bedeutet sie, dass die Trägerin verlobt oder verheiratet, auf der linken Seite, dass sie ledig ist. Vorne gebunden zeigt sie, dass die Trägerin Jungfrau, hinten gebunden, dass sie Witwe ist. Diese Praxis ist mit dem Hanky Code vergleichbar. Als möglicher Ursprung kann sie jedoch nicht gelten.

Um 1964 trugen S&M-Lederkerle in den USA manchmal Plaketten mit einem „S“ oder „M“.[12] In der heutigen BDSM-Szene wird der Ring der O verwendet. Dabei handelt es sich meistens um einen Fingerring in Form eines Siegelrings mit einer Triskele drauf. Dabei gilt, dass der Top den Ring an der linken und der Bottom ihn an der rechten Hand trägt, während der Switch ihn an einer Kette oder Schnur um den Hals trägt. Es muss allerdings angemerkt werden, dass in der Geschichte der O, in welcher der Ring erstmals erwähnt wird, die Protagonistin O, ein weiblicher Bottom, ihn an der linken Hand trägt. Auch wird er dort nur von weiblichen Bottoms getragen. Somit kann man nicht sicher sagen, was die Trageweise letztendlich bedeutet, zumal der Ring heutzutage auch außerhalb der BDSM-Szene getragen wird.

Schon vor 1970 sind auch von der Gürtelschlaufe hängende Schlüssel als Zeichen bekannt, „Key Code“ genannt.[13] Im TIME Magazine wurde 1975 davon berichtet.[14] Auch hier signalisierte der Schlüssel an der linken Hüfte den „Top“ und an der rechten Hüfte den „Bottom“.[15] Von diesem Code geht eine andere Entstehungsgeschichte des Hanky Codes aus. Etwa 1970 soll ein Journalist der liberalen New Yorker Wochenzeitung Village Voice gescherzt haben, dass es sinnvoller wäre statt nur durch Schlüssel als Kennzeichen für „Top“ oder „Bottom“, gleich die sexuellen Vorlieben subtil durch verschiedenfarbige Taschentücher kundzutun.[16]

Nach allgemeiner Auffassung wurde der Hanky Code Anfang der 1970er Jahre[17] in der schwulen Leder- und Jeans-Szene entwickelt. TIME Magazine berichtete über die Verwendung des Hanky Codes in der Lederszene ebenfalls 1975 und druckte auch eine Tabelle zur Erklärung ab.[18] Die Gruppe Samois druckte im Jahre 1978 den ersten angepassten Hanky Code für Frauen ab.[19] In der US-amerikanischen Kriminalistik wurde der Code 1984 besprochen.[20]

Neben der Lederszene im Speziellen war der Code selten auch in anderen Lokalen und vor allem beim Cruising üblich. Seit Ende der 1970er Jahre ist die Taschentuch-Tradition auch in Südafrika bekannt. Nur wenige benutzten es allerdings als Sex-Indikator, die Mehrheit trug es als modisches Accessoire um den Hals oder am Handgelenk. Über die Bedeutung des in der schwulen Szene bekanntesten Code Rot wussten sie jedoch genug, um diese Farbe nie versehentlich rechts hinten zu tragen.[10] Inzwischen hat sich die Verwendung wieder stark auf die Lederszene und der ihr entstammenden Bear Community eingeschränkt, primär durch Veränderungen in der homosexuellen Kultur.

War das Sexualverhalten für die in einer repressiven Gesellschaft Aufgewachsenen in den 1970er und frühen 1980er Jahren nach der Sexuellen Revolution und nach Stonewall recht promiskuitiv und der Hanky Code ein Ausdruck dafür, so änderten Viele mit dem Aufkommen von HIV und Aids ihr Verhalten. Im Jahre 1984 führte eine Gruppe in Texas auch ein Safe-Sex-Hanky ein und machte damit Safer Sex zu einer positiven Wahl statt zu einer Einschränkung.[6] War früher offen schwules Leben und gemeinsames Zusammenleben durch die Regeln der Mehrheitsgesellschaft viel schwieriger, so hat sich die Lage in den letzten Jahren gebessert. Die Möglichkeiten Partner zu finden haben sich erweitert, und die Zahl derer, die tagsüber mehr oder minder versteckt leben und nur in der Nacht ein schnelles Abenteuer suchen, geht zurück. Mit dem steigenden Selbstvertrauen der Homosexuellen im Allgemeinen wächst auch die Risikobereitschaft des einzelnen mit dem anderen ein Gespräch über die Vorlieben zu führen. Weiterhin sind Internet-Kontaktportale wie Gayromeo, Gaychat oder Gaydar für viele zu einem der Hauptkanäle für die Kontaktaufnahme geworden, gerade auch bei schnellen Abenteuern und spezialisierten Vorlieben. All dies führte zu einem Rückgang in der Verwendung der Hanky Codes.

Ein weiteres Problem war, dass die Listen mit Farb/Vorlieben-Kombinationen immer länger wurden und die Farbtöne immer schwerer unterscheidbar wurden, was noch stärker an dunklen Orten eine Rolle spielte.[21] Manche ähnliche Farbtöne bedeuteten ganz unterschiedliche Praktiken wie etwa helles Rosa für Dildo-Spiele steht, dunkles Rosa für Brustwarzenspiele und Magenta für Achsellecken. Als Erweiterung war für einige Vorlieben nicht nur die Farbe entscheidend, sondern auch die Art des Stoffes (zum Beispiel Satin) oder das Muster (zum Beispiel gepunktet, gestreift). Damit wurde der Code, selbst für Eingeweihte immer schwerer durchschaubar. Erschwerend kam hinzu dass, über die Grundbedeutungen hinaus, der Code nicht international gleich war, sondern sich sogar von Lokal zu Lokal unterscheiden konnte.

Manche schwulen Kontakt- und Chatportale haben die Verwendung übernommen, wobei man dort über Tooltip auch die Bedeutung lesen kann. Über die schwule Lederszene kam der Hanky Code in modernisierter Form auch in die allgemeine BDSM-Szene[2] und wird dort gelegentlich, beispielsweise auf Partys, verwendet.

 

Mögliche Verwirrungen (nach Wikipedia, freie Enzyklopädie)

Darüber, welche Seite für aktiv und passiv steht, herrschte nicht immer Einigkeit innerhalb eines Kulturkreises.[22] Tendenziell war im nicht-englischsprachigen Europa die links/rechts-Bedeutung in den Zeiten vor dem Internet zeitweise umgedreht und somit aktiv auf der Seite der rechten Hand.

Bei der Einteilung in „aktiv“ oder „passiv“ kann es zu Trugschlüssen kommen:

Beim Oralverkehr wird dieses, wie auch in der Sprache, oft falsch verstanden,[22] ist aber logisch in das System einzuordnen. Eine treffende Erklärung ist: Der „Passive“ ist derjenige, der penetriert wird und der „Aktive“ penetriert.

Schwierig ist es auch bei der Prostitution. Ist der Aktive der zahlende Kunde oder der verkaufende Prostituierte? Dabei haben sich im Großen und Ganzen zwei Traditionen herausgebildet: Im deutschen Sprachraum ist der Kunde „passiv“. In den USA ist der Kunde „aktiv“.

 

Alternativen

Vor allem viele der promiskuitiven Schwulen empfinden es dennoch als praktisch, auf den ersten Blick erkennen zu können, welche „Rolle“ ein potentieller Sexualpartner in puncto Penetration ausübt. Daher kommt es immer häufiger vor, dass anstelle von Taschentüchern in den Gesäßtaschen einfach schwarze Lederarmbänder am entsprechenden Handgelenk getragen werden. Diese Mode kommt in weiten Teilen der schwulen Szene vor und kann wie bei den Schlüsseln früher zu Verwechslungen führen, wenn unwissentlich ein schwarzes Lederarmband aus rein modischen Gründen getragen wird. Es existieren auch Armbänder, die in der Mitte farblich codierte Einlagen aufweisen, hier ist die Farbauswahl derzeit auf WeißGelbRotBlau und Grau beschränkt.

 

Tabellenauszug (Farbbeispiele)

Neben den grundlegenden Farben, welche recht übliche Praktiken bezeichnen oder einen intuitiven Zusammenhang haben (z. B. braun = Kot, gelb = Urin, weiß = Sperma, olivgrün = Militär) können andere Farben und Bedeutungen je nach Region und Lokal variieren.

 

Farbe - Bedeutung - Grundlagen

 

 

Braun Koprophilie/Exkrementophilie, „Scat“, „Kotspiele“
Gelb Urophilie, „Natursekt“
Grau Fesselspiele, „leichtes BDSM“
Himmelblau Oralverkehr („penetrieren“, Fellatio empfangen ↔ „penetriert werden“, Fellatio geben)
Marineblau Analverkehr
Orange Mache alles, Top ↔ Bottom (sehr erfahrene Leder- oder Fetischmänner, die nicht mehrere Farben tragen wollen)
Rot Fisting, Faustverkehr
Schwarz BDSM (Top ↔ Bottom)
Weiß

masturbieren

 

Erweiterung

 

Rosa (engl. hot pink)

Dildo-Spiele
Altrosa (engl. dark pink) Brustwarzen bearbeiten, „Tittentrimm“
Magenta Achselhöhlen lecken
Fuchsia Spanking
Beige Rimming
Senfgelb großer Penis
Hellgrün Männliche Prostitution (DE: Kunde ↔ Prostituierter; US: Prostituierter ↔ Kunde)
Olivgrün Rollenspiel (Militärspiele)
Waldgrün Rollenspiel (bin Vater ↔ Sohn / suche jünger ↔ älter)
S/W-karriert

Safer Sex (rechts & links)

 

 

Materialien

 

Teddybear jarno vasamaa.svg  Teddybär Knuddeln
Papiertaschentuch Papiertaschentuch Stinke ↔ Schnüffle

 

Kulturelle Erwähnung

Peaches veröffentlichte 2006 das Lied Hanky Code online, in dem sie Hanky Codes besingt. Zu Beginn weist sie darauf hin, dass man seinen Hanky Code besser kennen sollte, bevor man fortgeht, fragt den Zuhörer was aus seiner Tasche hängt und ob man dessen Bedeutung kenne. Im weiteren Verlauf erklärt sie einige Farben und das rechts/links-Tragen.

Der 2001 veröffentlichte Dokumentarfilm Beyond Vanilla (ein Bezug auf Vanillasex) wurde von der Produktionsfirma Hanky Code Productions Inc. produziert.

Im Jahre 1983 brachte die Firma The Parker Sisters – Div.of Fire Island Games, Inc. ein Gay Monopoly heraus, bei dem man Bars und Saunen kaufte. Wenn man auf einem „Manipulation“-Feld landete, musste man aus „Ollie's Hanky Code“ die oberste der 16 Karten nehmen und korrekt erklären, was es links und rechts getragen bedeutet. Bei richtiger Antwort erhielt man $ 69 und bei falscher Antwort musste man $ 69 in die Stonewall-Rücklage zahlen.[23]

Als der Illustrator der Lederszene der 1970er und 1980er Jahre zeichnete Tom of Finland einige seiner Charakter mit Hanky Codes.[24]


- bisexuelle Flagge

Die Flagge wurde 1998 von Michael Page aus der Intention heraus kreiert, den Bisexuellen ein Symbol mit Wiedererkennung zu geben. Die vorhandenen Symbole der Lesben- und Schwulenbewegung, wie zum Beispiel die Regenbogenflagge oder das Lambdasymbol, galten als Symbole diese Bewegung und die Bisexuellen konnten sich nicht vollständig mit ihnen identifizieren.

Die Farbsymbolik der Flagge

Blau steht für Heterosexualität
Pink steht für Homosexualität

Lila - als Ergebnis der Mischung von Blau und Pink, steht für Bisexualität

Sowohl in den blauen als auch in den pinken Streifen existieren für das Auge unsichtbare violette Anteile, die die unerkannte Bisexualität einiger Menschen repräsentieren soll.


- transgender Flagge

Die Transgender-Flagge wurde 1999 von Monica Helms entworfen und erstmals 2000 bei einer LSBT-Demonstration in Phoenix (Arizona) in den USA gezeigt.
Die Flagge symbolisiert die Trans*Community und enthält fünf horizontale Streifen. Zwei hellblaue, zwei rosafarbene und in der Mitte einen weißen Streifen.
Die hellblauen bzw rosafarbenen Streifen symbolisieren die klassischen Geschlechterrollen, nämlich hellblau für männlich und rosa für weiblich. Der weiße Streifen symbolisiert Intersexuelle, trans* Menschen oder Menschen die sich geschlechtlich bewußt nicht nach dem Zweigeschlechtersystem definieren wollen. 

 

- genderqueer-Flagge

Die Genderqueer-Flagge wurde 2011 von Marylin Roxie erfunden und hat seitdem einige Bekanntheit in den USA als Erkennungszeichen für Menschen, die sich genderqueer definieren, gewonnen. Genderqueere Menschen können oder wollen sich nicht klar auf eine der neutralisierten Rollen Mann oder Frau festlegen, stehen also mit ihrer Identität außerhalb des binären Geschlechtersystems.

Die Farbsymbolik

Lavendel - die Mischung aus Blau und Rosa (klassische Farben, die mit Männlichkeit und Weiblichkeit identifiziert werden) sollen androgyne Menschen und Androgynität symbolisieren. Lavendel symbolisiert ebenfalls das "queer" in genderqueer.

Weiß - soll die Identitäten symbolisieren, die sich Bezug auf Gender nicht definieren

Dunkelgrün - ist der Kontrast zu Lavendel und soll alle Identitäten symbolisieren, die sich außerhalb des binären Geschlechtersystems verorten.
 

Die drei Farben der Genderqueerflagge sollen nicht den EIndruck erwecken, daß jede dieser Identitäten voneinander getrennt sein muß. Es gibt mehr Konzepte und Variationen von Geschlecht und Sexualität, die als genderqueer definiert werden können, so daß die Flagge in gewisser Hinsicht eine Vereinfachung darstellt. Der Zweck der Flagge ist die Sichtbarmachung genderqueer Menschen und der damit verbundenen vielfältigen Identitäten.

 

 

Unser Kompendium erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - doch freuen wir uns auf wenn ihr uns mit Tipps zur Ergänzung unterstützt.


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